RatgeberAntragStand 2026

Begutachtung durch den Medizinischen Dienst: So bereiten Sie sich vor

Der Termin dauert etwa eine Stunde, meist zuhause. Wer weiß, was gefragt wird, bekommt den Pflegegrad, der zur Situation passt.

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Was passiert bei der Begutachtung für den Pflegegrad?

12,5 Punktefür Pflegegrad 1
27 Punktefür Pflegegrad 2

Wie der Termin abläuft

Nach dem Antrag bei der Pflegekasse meldet sich der Medizinische Dienst (bei Privatversicherten Medicproof) und kündigt einen Hausbesuch an. Eine Pflegefachkraft oder Ärztin geht die sechs Bereiche des Begutachtungsinstruments durch, fragt, schaut zu und liest Unterlagen.

Das Ergebnis ist eine Punktzahl. Ab 12,5 Punkten gibt es Pflegegrad 1, ab 27 Pflegegrad 2, ab 47,5 Pflegegrad 3, ab 70 Pflegegrad 4, ab 90 Pflegegrad 5.

Vorlage

Gut vorbereitet auf den Besuch.

Fünfzehn Punkte zum Abhaken, am Bildschirm oder als PDF.

Was bereitliegen sollte

  1. 1Der Medikamentenplan.
  2. 2Arztberichte und Entlassungsbriefe.
  3. 3Die Hilfsmittel: Rollator, Duschhocker, Brille, Hörgerät.
  4. 4Das Pflegetagebuch der letzten zwei Wochen.
  5. 5Eine Liste der Personen, die helfen.

Wer dabei sein sollte

Eine Angehörige oder eine Pflegekraft. Sie kann ergänzen, was die pflegebedürftige Person aus Stolz oder Vergesslichkeit weglässt.

Die häufigsten Fehler

Vor dem Termin aufräumen, frisch anziehen, Kaffee kochen: gut gemeint, aber die Gutachterin sieht dann eine Selbstständigkeit, die es an anderen Tagen nicht gibt.

Fehler: das Gutachten nicht anfordern. Sie haben ein Recht darauf. Bei Ablehnung oder zu niedrigem Pflegegrad ist es die Grundlage für den Widerspruch, und der muss innerhalb eines Monats eingehen.

Zum Merken

Zeigen Sie den normalen Tag, nicht den aufgeräumten.

Quellen: Stand 2026, § 18 SGB XI, Begutachtung · § 15 SGB XI, Pflegegrade · Medizinischer Dienst, Fragen und Antworten zur Begutachtung.
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

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