Warum das Tagebuch zählt
Bei der Begutachtung geht es um Selbstständigkeit im Alltag, nicht um Diagnosen. Was jeden Tag schwerfällt, muss sichtbar werden: Aufstehen, Waschen, Anziehen, Essen, Medikamente, Wege, Orientierung.
Menschen mit Demenz oder Schmerzen wirken im Gespräch oft fitter, als sie sind. Das Tagebuch hält fest, was die Gutachterin nicht sieht.
Zwei Wochen mitschreiben.
Das Pflegetagebuch für 14 Tage gibt dem Medizinischen Dienst Beispiele statt Schätzungen.
Was hineingehört
Pro Tag: welche Hilfe wobei nötig war, wie lange sie dauerte, wer sie geleistet hat. Dazu Besonderheiten: Stürze, nächtliche Unruhe, verweigerte Medikamente, vergessene Mahlzeiten.
Orientieren Sie sich an den sechs Bereichen der Begutachtung: Mobilität, geistige Fähigkeiten, Verhalten, Selbstversorgung, Umgang mit Krankheit, Alltag und Kontakte. Die Selbstversorgung wiegt mit 40 Prozent am schwersten.
So nutzen Sie es beim Termin
Geben Sie dem Medizinischen Dienst eine Kopie. Ehrlich, ohne zu übertreiben und ohne zu beschönigen. Beides fällt auf.
Die Vorlage zum Herunterladen deckt 14 Tage ab, aufgebaut nach den sechs Bereichen.
Quellen: Stand 2026, § 14 SGB XI, Pflegebedürftigkeit · § 18 SGB XI, Begutachtung · Medizinischer Dienst, Fragen und Antworten zur Begutachtung.
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.



